About the author
Ich bin Sozialpädagoge — das war der Anfang, und eigentlich ist er geblieben. Nach dem Diplom leitete ich vier Jahre den Wohnbereich zweier sozialpsychiatrischer Wohnheime der Graf Recke Stiftung, danach ein Jahr den Fachbereich beim AWO-Betreuungsverein. Irgendwann merkte ich, dass gute Führung selten darin besteht, andere zu steuern. Meistens besteht sie darin, Bedingungen zu schaffen, unter denen Menschen handeln können — und dann loszulassen.
Das Hochschulzertifikat Systemisches Sozialmanagement an der FH Münster war keine Kehrtwende, sondern eine Benennung dessen, was ich längst tat. Systemische Beratung war die logische Weiterentwicklung: Wer Organisationen begleitet, stößt schnell an die Grenzen direkter Steuerung. Webentwicklung kam nicht als Bruch, sondern als Konsequenz dazu. Digitale Systeme folgen denselben Logiken wie soziale — nur in anderer Sprache. Heute beschäftigt mich KI als Thema, das beides verbindet: Wissensstrukturen, Kommunikation, die Art, wie Organisationen sich selbst erzählen.
Dass das kein Marketingkonzept ist, merke ich spätestens dann, wenn eine Website genauso viel über Hierarchien erzählt wie ein Organigramm — oder wenn eine KI-Schulung scheitert, weil niemand im Raum weiß, wofür das eigentlich gut sein soll.
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